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Reiseberichte

 

Margit SackmannWanderwoche Samos

03. - 10.05.2010 

Ein Bericht von Margit Sackmann

 

Seit ein paar Jahren ist es nun eine gute Tradition, dass wir eine Wanderwoche im Süden Europas durchführen. Nach Zielen wie Korfu, Madeira, Andalusien stand dieses Jahr die Insel Samos, in der griechischen Ägäis,  auf dem Programm. Die Touren, für die eine gute Kondition und Trittsicherheit Voraussetzung sind,  werden von einem erfahrenen Bergführer von ASI-Wanderreisen begleitet.

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1. Tag:   Zypressenbestandener Panoramaweg

Direkt vom Hotel geht es auf einem schattigen Steig, vorbei an uralten Olivenbäumen und Steineichen, stetig bergan. Alle Stechmücken Samos scheinen sich über die ersten Wanderer des Jahres zu freuen. Im Weinbauernort Vourliotes gibt es frisch gepressten Orangensaft in der Taverne „Blaue Stühle“. Durch das Nachtigallental wandern wir zurück zur Küste nach Agios Konstantinos. Das Essen wird heute mit „direktem Meerblick“ serviert.

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2. Tag: Kammwanderung in den Bergen

Laut Egon, unserem Wanderführer, ist heute der anstrengendste Tag unserer Wanderwoche. Wir starten in Kastania und steigen hoch über Kosmadei zu einem Gipfel im Kerkis-Masiv, dem höchsten Gebirgszug von Samos. Auf dem Kamm wandern wir mit tollen Ausblicken zum südlichen und östlichen Teil der Insel. Den Weg durch die Macchia müssen wir uns manchmal fast frei schlagen.   

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3. Tag: Das verschlafene Dorf

Von Potami starten wir zu einer wunderschönen Küstenwanderung. Atemberaubende Ausblicke, türkisblaues Meer, glasklares Wasser und zwei verzauberte Badebuchten. Hier will man bleiben, aber der lange, anstrengende Aufstieg wartet auf uns. Es ist ordentlich heiß. Das abschließende Mittagessen im westlichsten Dorf der Insel baut uns wieder auf. Die lange Rückfahrt durch die urwüchsige Küstenlandschaft verschlafen trotzdem die meisten.

 

4. Tag: Ein Tag auf Samiopoula

Ein Tag unserer Wanderwoche gehört immer der Kultur und auch der Entspannung. Kultur ist im antiken Heiligtum der Insel, dem Heraion, angesagt – Entspannung auf der kleinen Insel Samiopoula, die wir nach einer bewegten, lustigen Schifffahrt erreichen. Nur eine einzige Familie bewohnt diese Insel – wir sind also fast allein. Alle helfen mit, das mitgebrachte Picknick zuzubereiten. Den vorgesehenen Spaziergang streichen wir zugunsten eines ausgiebigen Bades am einsamen, feinsandigen Traumstrand.

 

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5. Tag: Die sattgrünen Dörfer

Wanderung durch die schönsten Dörfer der Insel, aber in umgekehrter Reihenfolge wie vorgesehen. „Du musst das Programmbüchle umdrehen“ findet Uli die Lösung. Im malerischen Manolates gibt es Kräutertee und Baclava bei „Loukas“. Zwischen Kiefern, Zistrosen und Erdbeerbäumen erreichen wir, zum zweiten Mal in dieser Woche, Vourliotes.

 

6. Tag: Über das Plateau zum Kloster

Eine kleine Stadtbesichtigung in Samos Stadt und dann geht’s hinauf zum Hochplateau im Osten der Insel. Wieder mal haben wir einen herrlichen Ausblick auf die Hauptstadt der Insel und, auf der anderen Seite, auf die nahe türkische Küste. Der angekündigte „Forstweg durch Kiefernbestand“ will heute gar nicht enden. Aber wir haben ja schließlich eine ganze Wanderwoche in den Knochen. Zum Abschluss noch mal Fisch, frischer Samoswein und natürlich - Meerblick.

Wieder mal haben wir in dieser Woche gemerkt, wie wertvoll ein guter Wanderführer ist, denn obwohl Samos schon seit langem bei Urlaubern als Wanderziel bekannt ist, gibt es wenig gute, ausgeschilderte Wanderwege. Meisten geht man über alte Hirten- oder Ziegenpfade, die im Frühjahr auch noch stark überwuchert sein können. Wir haben es da einfach und folgen unserem Wanderführer, der uns souverän, sicher, mit viel Spaß, aber auch mit jeder Menge Informationen über die Insel führt.