Reiseberichte
Informationsreise Jordanien
03. - 10.06.2010
Ein Bericht von Ute Marx
Im Juni 2010 besuchte ich mit GeBeCo Jordanien und Damaskus auf einer einwöchigen Informationsreise. Wir reisten mit der Türkisch Airlines von Frankfurt über Istanbul nach Amman, der Hauptstadt von Jordanien, wo wir dann gegen 04.00 Uhr morgens im Hotel ankamen. Nach einer kurzen Nacht brachen wir nach dem Frühstück zur Stadtbesichtigung auf. Vorbei an der Abdullah-Moschee zum Zitadellenhügel, wo uns gleich die größte Fahne Jordaniens ins Auge stach. Sie weht hoch über Amman und ist 20 x 40 m groß.
Nach dem Mittagessen, wo wir zum ersten Mal mit der leckeren jordanischen Küche Bekanntschaft machten, ging es über Madaba zum Mosesberg Nebo und weiter nach Petra.
Das Essen in Jordanien besteht einmal aus verschiedenen Vorspeisen, genannt Mezze, Salaten und das typische Fladenbrot. Da in Jordanien die Vorspeisen für alle gemeinsam gebracht werden und man aus einer Schüssel isst dient das Fladenbrot als Löffel, mit dem die einzelnen Dips ausgetunkt werden. Als Hauptspeise wird dann noch Lamm oder Hühnchen gereicht - einfach Lecker.
In Madaba besuchten wir die St.-Georgs-Kirche, auf deren Boden sich das berühmte Mosaik der Palästinakarte befindet. Mit über 2 Mio. Steinen wurde das Gelobte Land dargestellt, das wir dann vom Mosesberg Nebo aus in Natura gesehen haben. Bei klarem Wetter kann man hier bis nach Jericho und sogar nach Jerusalem sehen. Am Fuße des Mosesberg Nebo liegt das gelobte Land durch das der Jordan fließt.
Am frühen Abend erreichten wir dann Petra, die Stadt des Weltwunders aus Stein.
Petra ist der absolute Höhepunkt einer jeden Jordanien Reise. Die in Sandstein gemeißelte Stadt bekommt durch die unterschiedlichsten Farbtöne des Sandseins einen unvergesslichen „Anstrich“. Einige Touristen zogen es vor mit einer Beduinenkutsche durch den „Siq“ nach Petra einzufahren, wir aber, und das würde ich Ihnen auch empfehlen, sind zu Fuß durch das wahrscheinlich ehemalige Flussbett nach Petra gelaufen.
Und plötzlich, nach einer Biegung, öffnet sich die Schlucht und man steht wohl vor dem beeindrucksten Portal in Petra der Schatzkammer. Ab hier beginnt eigentlich erst Petra, wir gehen die Fassadenstraße entlang vorbei an den vielen Königsgräbern und dem Theater.
Beduinen zeigen uns wie Sie Sandbilder in Glasflaschen zaubern und für jeden Petrabesucher ist es Pflicht hier eine Sandflasche mitzunehmen, da man nirgends sonst in Jordanien den originalen Petrasand bekommen kann. Nach einem kurzen Aufstieg zum Urnengrab hat unser Reiseleiter Atef ein Picknick auf dem Vorplatz des Grabes organisiert.
Frisch gestärkt haben wir dann den Rückweg zu unserem Bus angetreten. Weiter ging es entlang der Königsstraße nach Aqaba ans Rote Meer, wo wir dann im Radisson Blu übernachtet haben. Das Hotel liegt zwar außerhalb von Aqaba, ist aber zum Ausspannen nach einer Rundreise der idealer Platz um die vielen neuen Eindrücke zu verarbeiten, die man in den letzten Tagen bekommen hat.
Weiter ging unsere Reise entlang des Jordan-Tales am Toten Meer vorbei wieder zurück nach Amman. Das Tote Meer erreichten wir kurz vor Sonnenuntergang. Die einmalige Kulisse der Israelischen Bergzüge hinter der die Sonne unterging und im Vordergrund das Tote Meer war einfach toll.
Nach einer weiteren Nacht in Amman ging es weiter in Richtung Norden über die Syrische Grenze nach Damaskus. Auf dem Weg zur Grenze besuchten wie die grandiosen Ruinen von Jeras. Jersa ist die weltweit besterhaltene römische Siedlung. In Damaskus hatten wir 3 Tage in denen wir die vielen verschiedenen Facetten der Hauptstadt Syriens kennenlernten.
Wir besuchten das Nationalmuseum und die Omaijaden-Moschee wo mich am meisten beeindruckte, dass die Gläubigen mit Ihren Kindern hierher kommen genau so wie wir mit unseren Kindern auf den Spielplatz gehen. Auch während des Gebetes konnten wir uns frei in der Moschee bewegen.
Nachdem Besuch eines Hamam ging es dann zum Shopping in die vielen verschiedenen Suq. In einer Straße werden einem leckeren Süßigkeiten, Gewürze, Tee angeboten, in der nächsten Stoffe, Tücher und Kleider und in der nächsten nur Haushaltswaren. Man konnte sich überall frei bewegen und hatte auch nie ein ungutes Gefühl in der Masse der Menschen. Auch gibt es keine bettelnden Kinder oder Erwachsene auf der Straße.
Obwohl unser Reiseleiter in Jordanien gemeint hatte, dass Syrien und Jordanien ein Land seien und nur durch die Grenze getrennt ist hat mich Damaskus unheimlich beeindruckt. Syrien scheint mir lebendiger, farbenfroher und grüner als Jordanien. In Damaskus gibt es gepflegte Grünanlagen, Häuser mit kleinen Balkonen, engen Gassen und kleinen Hotels.
Gemeinsam haben beide Länder, dass Sie sehr sauber sind. Wobei die öffentlichen Toiletten immer zu wünschen übrig lassen. Weder Jordanien noch Syrien sind günstige Reiseziele, vor Ort muss man mit Kosten wie bei uns rechnen. Ein Mittag- bzw. Abendessen liegt bei 8-12 Euro pro Person und gehandelt wird auch nicht so wie beispielsweise auf den Märkten in Istanbul.
Gerne schildere ich Ihnen meine Eindrücke auch in einem persönlichen Gespräch, rufen Sie mich einfach an oder wir vereinbaren einen Termin.
Fotostrecke starten »»»










